EDV & Beschäftigung: Übersicht

Dokumentation der Beschäftigungsmaßnahmen Internetangebote zur Beschäftigung

 

 

 

Dokumentation der Beschäftigungsmaßnahmen

Für die Beschäftigung gilt das Gleiche wie für die Pflege: alle Maßnahmen müssen dokumentiert werden. Was nicht dokumentiert wurde, wurde nicht geleistet.

Das gilt übrigens ganz besonders für die Heilerziehungspflege. Denn in der Heilerziehungspflege werden nicht nur pflegerische Maßnahmen vergütet, sondern auch pädagigische Maßnahmen.

Leistungen in der Krankenpflege werden überwiegend von der Krankenkasse und auch von der Pflegekasse bezahlt. In der Altenpflege werden Leistungen privat, von der Pflegekasse, Krankenkasse und ergänzend Sozialhilfe übernommen.

In der Heilerziehungspflege sind es die gleichen Leistungsträger, dazu kommt die Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch SGB XII. Die Eingliederungshilfe gliedert sich in drei Leistungsgruppen:

  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

Ein wesentlicher Bestandteil zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sind Beschäftigungsmaßnahmen. Darum können nicht, sondern muss Beschäftigung angeboten werden, die dem Klienten eine Förderung der Lebensqualität ermöglicht. Und somit müssen die Beschäftigungsmaßnahmen oder -therapien auch nachgewiesen werden.

Dazu gehören der individuelle Förderbedarf, Förderziele und die Durchführung entsprechender Maßnahmen.

Diese Nachweise werden unterschiedlich erbracht, zunehmend mit EDV. Die Vorteile sind der schnelle und einfache Zugriff für alle Beteiligten an der Pflege, Übersichtlichkeit, leichte Verwaltung der Daten und ein großer Speicherplatz. Auch die Beschäftigung ist nicht mehr sicher vor dem Computer.

Ein Beispiel aus der Altenpflege verdeutlicht es. Dazu muss allerdings bemerkt werden, dass das nur ein fiktives Beispiel ist und sehr grob ausgearbeitet. Es soll lediglich verdeutlichen, welche Möglichkeiten die digitale Verarbeitung bietet.

 

 

Logischerweise wäre eine derartige Seite nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, dass heißt, die Webseite wäre mit einem Passwort geschützt, sodass kein Außenstehender auf die Seiten mit internen Informationen gelangt. Es ist auch möglich, derartige Seiten in den Wartungsmodus zu nehmen, sodass sie im Internet nicht erscheinen.

Ja! Auch mit wenig Internetwissen, fehlenden Programmierkenntnissen und mittelmäßigen Fähigkeiten in der Textverarbeitung kann man derartige Seiten relativ preiswert erstellen. Dazu gibt es Anbieter zur Erstellung von Webseiten im Baukastensystem, mit denen auch Internetdummies schnell und gut arbeiten können. Wenn Mitarbeiter bereit sind und die Arbeitszeit vergütet bekommen und eine derartige Seite erstmal grundsätzlich erstellen, kommen auf die Einrichtung Kosten von etwa 200 € jährlich zu. Wer rechnerisch begabt ist, wird sich schnell ausrechnen können, dass sich die Kosten zum üblichen Papierkrieg rechnen. Zumal man dann auch Projekte oder Beschäftigungen abspeichern kann, die bereits erfolgreich liefen. Übrigens gibt es auch dann keine Werbung mehr auf den Seiten.

Letztendlich wehren sich besonders die älteren Pflegekräfte gegen EDV-gestütztes Arbeiten und merken nicht, dass sie genauso überholt werden, wie sie es von ihren Klienten behaupten. Oder anders gesagt: Sie sind ein Auslaufmodell. In der Zukunft wird sich das Pflegepersonal nicht mehr dem Internetzeitalter entziehen können.

 

Internetangebote zur Beschäftigung

Was soll das denn? Welcher alter Mensch kennt sich schon mit dem PC oder Internet aus?

Erstens sind es zunehmend mehr alte Menschen, die mit einem PC klar kommen. Zweitens gibt es inzwischen Hilfsmittel und Touch Tablets, die auch alte Menschen relativ schnell beherrschen. Drittens gibt es EDV-Programme für die Beschäftigung in der Altenpflege, die wirklich Sinn machen, beispielsweise memocare (Plejaden).

Die Grundidee ist einfach: Warum immer das Rad neu erfinden? Man muss nicht jede Beschäftigungsplanung neu erstellen, wenn man diese bereits schon mal gemacht hatte oder von anderen durchgeführt wurde. Wieso sollte man die Zeit vergeuden für Beschäftigungen, die es bereits gibt und die erprobt wurden? Was mag der betreffende Klient oder die Gruppe, für die man eine Aktivität plant? Was wurde schon mal mit ihnen unternommen und wie kam es an?

Memocare bietet dafür eine Software an, die man individuell anpassen kann und mit der auch "Internetdummies" schnell umgehen können.

Beispielsweise kann man im Menü wählen, was man gerade machen oder abrufen möchte.

Es können für jeden einzelnen Klienten Seiten errichtet werden. Es könnte natürlich auch für eine Gruppe, die man regelmäßig zusammen in einer Beschäftigungsmaßnahme hat, ein link eingerichtet werden.

Auf den einzelnen Seiten zu jedem Bewohner können beispielsweise Fotoalben angelegt werden. Die Fotos aus den Alben werden abfotografiert oder gescannt.

Mit einem Beamer können die Fotos beispielsweise auch an eine Wand geworfen werden, gerade für Senioren mit einer Sehbehinderung eine tolle Sache, wenn die Sehkraft nicht mehr ausreicht, die Originalfotos zu erkennen.

Die Fotos können auch beschriftet werden ohne das Original zu beschädigen. Gerade bei Klienten mit Demenz eine große Hilfe, um Erinnerungen zu sichern. An einem nicht so guten Tag betreffs Tagesform bekommen sie so Erinnerungsstützen.

Im Magazin gibt es fertige Artikel zu den unterschiedlichsten Themen, die für Biografiearbeit geeignet sind.

Beispielsweise wird das Thema Tante-Emma-Laden behandelt. Zu den Bildern gibt es auch immer Hintergrundinformationen. Zu vielen Themen gibt es eine Sammlung von Beispielfragen, die für ein biografisches Gespräch geeignet wären.

In der Rubrik Musik kann auf fertige Pakete zurückgegriffen werden wie "Schlager der 50er Jahre". Es können aber auch individuelle Musikalben für einen Klienten zusammengestellt werden. In den einzelnen Musikalben gibt es natürlich auch die Musik zum abspielen und anhören. Die individuellen Musikalben findet man dann auch unter dem entsprechenden Namen des Betreuten.

Auf personalisierten Seiten können die Interessen und früheren Hobbies eines Klienten erfasst werden mit entsprechenden Themen.

Berichte zu den Beschäftigungsmaßnahmen sind für Kollegen ein Hilfsmittel, reibungslos mit ihren Beschäftigungen an bereits Erarbeitetem anzuknüpfen.

Über die Seite gelangen die Klienten auch ins Internet. Mit dem Tablet können sie sehr schnell umgehen, da sie keine Maus oder Tastatur benötigen, sondern nur auf das Thema den Finger legen müssen, was sie interessiert. Links könen individuell und gut sichtbar eingestellt werden.

Es werden etliche Pakete zu unterschiedlichsten Themen angeboten. Sie beinhalten Bilder, Beschreibungen, Geschichten dazu, aber auch passende Musik.

Im Paket Film können zum Beispiel Filmszenen oder Filmmusik abgespielt werden.

Dazu gehört ein Spiel mit Fragen zu alten Filmen oder Schauspielern.

Unterschiedlichste Filme aus der Prägezeit und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade garantieren allen teilnehmenden Betreuten Erfolgserlebnisse.

Rezepte, meistens in Verbindung mit einem Thema, sind reich bebildert und so konzipiert, dass sie auch in einer Einrichtung praktisch umgesetzt werden können.

"Wer kann den Titel vervollständigen?" Auf spielerische Unterhaltung wird in den Paketen großer Wert gelegt.

Zu jeder Jahreszeit gibt es ein Themenpaket mit Gedichten, Liedern, Geschichten, Musikstücken, Bildern. Der Wechsel zwischen anbieten und konsumieren und selber aktiv werden erlaubt es, die Beschäftigungen gut an den Ressourcen des Klienten anzupassen..

Auch einfache Unterhaltungsspiele, die viele alte Menschen kennen, werden angeboten.

Patiencen beispielsweise sind vielen Alten bekannt. In den Spielen wird immer auf eine positive Verstärkung geachtet.

Auch alte Menschen haben das Recht, einfach mal Spaß zu haben, sie müssen nicht ununterbrochen gefördert werden.

Die Themenpakete erleichtern natürlich die Vorbereitung für eine Beschäftigungsmaßnahme. Im Notfall kann man bei Bedarf auch mal eine Beschäftigung aus dem Ärmel schütteln. 

Die personalisierten Seiten sind aber eigentlich das Herzstück des Angebotes. Angenommen bei einer Betreuten aus einem Seniorenwohnheim verschlechtert sich der Zustand, meinetwegen durch einen Apoplex. Sie kann nicht mehr sprechen und wird auf eine Pflegestation verlegt. Das Personal gibt ihre Daten an die Pflegestation weiter. Die Kollegen der Pflegestation können sich nun über die neue Betreute ein Bild machen, erfahren von ihren Vorlieben, früheren Hobbies, Interessen, begreifen auch ein Stück ihrer Persönlichkeit. Und spielen ihr nun nicht unbedingt die Liedchen von einem erblondeten Sänger mit Sonnenbrille vor, weil den angeblich alle alten Leute gerne hören. Dafür lernt nun dieses Personal, dass Glenn Millers Musik ohne weiteres recht flott war oder lacht sich über die Lieder der Comedian Harmonists schief. Wieder paar Wissenslücken gestopft und eine zufriedene Betreute, die nicht mit "Schwarzbraun ist die Haselnuss........" gemartert wird.   

Interessierte können übrigens memocare (Plejaden) anschreiben und erhalten dann einen Gastzugang zu dem Programm. Man kann sich also das Ganze erstmal unverbindlich ganz in Ruhe ansehen.

 

 

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