Gesellschaftsspiele

Der Name Gesellschaftsspiele entstand, weil es sich früher die Adligen oder gutsituierten Bürger leisten konnten, ihre Freizeit mit Spielen zu verbringen. Diese Spielnachmittage oder -abende fanden im Gesellschaftszimmer statt.

Gesellschaftsspiele hatten bis zu den 90er Jahren einen erheblich größeren Stellenwert zum Zeitvertreib als heute. Heutzutage wird viel Zeit am Computer verbracht und Spiele auch dort gespielt. Diese Form der Unterhaltung kann ohne weiteres Vorteile haben, doch die Gesellschaftsspiele haben auch Vorzüge:

 

  • Aufbauen des Wir-Gefühls
  • Förderung des Zusammenhaltes
  • Stärkung der Konzentration
  • Verbesserung der Kommunikation
  • Schulung des Sozialverhaltens
  • Vermittlung sozialer Kompetenzen
  • Ausbildung des Teamgeistes
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Erfahrung von Erfolgserlebnissen
  • Unterstützung des strategische Denkens, der Logik
  • Anleitung zur Entscheidungsfindung
  • Abbau von generationsübergreifenden Barrieren


Unterschiedliche Gesellschaftsspiele:

Glücksspiele, zum Beispiel Kniffel, Chikago, Mensch ärgere Dich nicht
Brettspiele wie Dame, Halma, Malefiz
Kartenspiele wie beispielsweise Canasta, Rommé, Skat
Buchstaben-, Wortspiele, zum Beispiel Stadt-Land-Fluss, Wortketten, Galgenmännchen
Denk-, Logikspiele, z. B. Schach, Sudoku, Mühle
Konzentrationsspiele wie Memory, Ich packe meinen Koffer, Wortsalat
Reaktions- und Geschicklichkeitsspiele wie Mikado, Spitz pass auf, Hütchenspiel

Alte Menschen sind mit Gesellschaftsspielen aufgewachsen. Viele freuen sich über beispielsweise einen Spielenachmittag oder -abend. Pflegepersonal in der Altenpflege sollte sich daher gut mit den Spielen und den Spielregeln der alten klassischen Gesellschaftsspiele auskennen. Aber auch in der Arbeit mit Kindern oder Menschen mit Behinderung macht es aufgrund der Vorzüge der Gesellschaftsspiele Sinn, sie einzusetzen.


Spielregel Kniffel

Kniffel, Yahtzee, Yatzy oder etwas abgewandelt Yam ist ein Würfelspiel, dass viele alte Menschen kennen. Füt das Spiel benötigt man einen Würfelbecher, fünf Würfel und einen Spielblock.

Reihum würfeln die Spieler mit den fünf Würfeln. Passende Würfel dürfen zur Seite gelegt werden und mit den restlichen Würfeln wird weitergewürfelt, maximal dreimal. Nach dem ersten, zweiten, spätestens dritten Würfeln muss man sich entscheiden, in welchem freien Feld auf dem Spielblock das Ergebnis eingetragen wird.

Beispiel: Die Würfel zeigen nach dem dritten Wurf 6, 6, 4, 4, 1. Auf dem Spieblock sind bereits 4er- und 6er-Feld ausgefüllt, auch der Freiwurf der Chance. Man ist gezwungen, einen Strich für 0 Punkte zu machen, da eine 6 zum Dreierpasch fehlt. Welches Feld dann gestrichen wird ist egal und dabei zählen dann auch taktische Erwägungen.

Einen Kniffel oder Yahtzee hat man bei einem Fünferpasch, den man mit einem bis dreimaligen Würfeln erzielt. Dafür bekommt man besonders viel Bonuspunkte. 

Das Spiel endet, wenn der Spielblock kein leeres Feld mehr hat. Der Spieler gewinnt, der zuletzt die meisten Punkte auf seinem Spielblock hat.

Die Spielregeln können ohne Weiteres an das Klientel angepasst, vereinfacht werden. Dann müssen aber die angepassten Regeln allen Mitspielern erklärt und von allen verstanden werden.


 
 

 

Nach und nach werden hier die wichtigsten Spielregeln eingesetzt.

 

 


 

Gekaufte Spiele

Man kann spezielle Spiele für Senioren kaufen, die sich zum Gedächtnistraining, Biografiearbeit oder Wahrnehmungssteigerung eignen. Logischerweise sind die Spiele für Senioren recht teuer, da es keine Massenartikel sind und somit in der Herstellung entsprechend kosten. Für ein gutes Spiel, wovon die Klienten lange etwas haben, lohnt sich die Investition.

Vermeiden sollte man auf jeden Fall Spiele, die an Kinderspiele erinnern wie beispielsweise bunte Hölzer in irgendwelche Löcher schieben. Welchen Sinn sollen solche Spiele haben? Feinmotorik schulen ist ja ganz schön - aber gleichzeitig die Klienten veräppeln? Bei manchen angebotenen Spielen fragt man sich, was sich die Hersteller eigentlich gedacht haben - oder - haben sie überhaupt gedacht?

Tina Schuster ist eine der angenehmen Ausnahmen. Es lohnt sich, ihre Spiele näher zu betrachten. Nicht nur zum Einkauf, sondern auch, um vielleicht über ihr Angebot Denkanstöße zu bekommen und eigene Ideen zu entwickeln für neue Spiele.

 

 

 

 

 

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